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Sportexerzitien

Bergexerzitien

Gesund oder krank - von Gott geliebt (?)

Doping

 

 „Sportexerzitien“
Ein abschreckendes Wort mit faszinierenden Inhalten

von Helmut Betz

Was sind Sportexerzitien?

Skeptisch und fragend schauen mich oft die Leute an, wenn ich ihnen sage, ich führe Sportexerzitien durch. „Was ist denn das? – Was wird denn da gemacht?“ Gerne erkläre ich dann, was „Sportexerzitien“ sind, welch eine spannende Zeit Teilnehmer hier durchleben und wie hilfreich die dabei gemachten Erfahrungen danach ihren Alltag befruchten können.

In besonderer Weise kommt bei Sportexerzitien der im Gedanken der DJK enthaltene Dreiklang von Sport, Gemeinschaft und geistlich-religiösem Interesse zum Klingen. Exerzitien werden in der Kirche seit Jahrhunderten angeboten, um Menschen besonders in Zeiten von Lebenswenden mit Hilfe des Glaubens und geistlichen Zuspruchs zu begleiten und neue Orientierung finden zu helfen, oder um auch ganz einfach wieder an die Kraftquellen eines jeden Menschen heranzuführen und ihn neue Lebenskraft schöpfen zu lassen.

Bei den Sportexerzitien, wie sie von der DJK und dem Arbeitskreis „Kirche und Sport“ angeboten werden, werden auf der Grundlage biblischer Texte und geistlicher Impulse Sport, Spiel und erlebnispädagogische Elemente verwendet, um über die Körperwahrnehmung das Tor zu Erfahrungen zu öffnen, die den Sinn des je persönlichen Lebens aufdecken helfen.

Weitere Elemente von Sportexerzitien sind Meditationen, Gebete, Zeiten des Schweigens, Angebote zum geistlichen Gespräch und Gottesdienste.

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Beim Laufen an zeitliche Grenzen gebunden zu sein oder gegen unsichtbare Gegner mit allem Einsatz kämpfen zu müssen, kann zu persönlichen Grenzen führen, zu Fragen, gegen was alles ich eigentlich in meinem alltäglichen Leben ankämpfen muss und ob das überhaupt nötig ist ... Bei der Auseinandersetzung mit meiner sportlichen Leistungsfähigkeit, mit den Fragen des Alltags kommt automatisch meine Psyche und die Frage nach meinem Glauben ins Spiel.
 

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Sich blind, nur mit einem Tau in der Hand als einzigen Halt, führen zu lassen, setzt Vertrauen voraus. Wie steht es um mein Vertrauen in mein Leben, in mich selbst, zu anderen, evtl zu Gott?
Auch die anderen Sinne werden auf einmal wach, und ich lerne neue Erfahrungsmöglichkeiten kennen.

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Ganz bei sich sein im Qi Gong oder beim meditativen Tanz entspannt, öffnet meinen Körper, meine Seele und meinen Geist, entspannt und lässt mich meine Kraftquellen erspüren.

 

Bergexerzitien
Berg und Spiritualität auch für die DJK attraktiv

von Helmut Betz

Die Bergwelt

Das Gebirge als ein Ort, seine Freizeit zu verbringen, wird von Menschen ganz unterschiedlich beurteilt. Für einige ist es ein Spielfeld, die eigenen Leistungsgrenzen zu entdecken und zu erweitern – ein riesiger Sportplatz sozusagen. Andere sehen demgegenüber in ihm gerade einen Ort, an dem es sehr mühsam und auch gefährlich ist, sich zu bewegen, und lassen es deshalb lieber gleich ganz bleiben.

Für viele allerdings ist die Bergwelt ein faszinierender Ort, der sie staunen lässt und sprachlos macht. Sie werden angesprochen und vielfach auch überwältigt von der Schönheit und Majestät dieser Landschaft, von ihrer Ruhe und Erhabenheit.

Ich selbst gehöre zu diesen Menschen und ringe mit ihnen nach Worten, die annähernd erklären könnten, was es nun genauer ist, das mich immer wieder in die Berge treibt, was mich Mühen und Gefahren auf mich nehmen lässt, was das Gefühl in mir verursacht, hier bin ich einfach daheim, fühle mich wohl. Erklärungen bleiben letztlich meist nur hilflose und vage Antwortversuche, wie auch die Worte von Georg Simmel, der seine Erfahrungen in den Bergen so beschreibt:

„Hier ist das Leben von etwas umfangen und irgendwie in etwas hineingewebt, das stiller und starrer, reiner und höher ist als das Leben je sein kann.“

Ich erfahre die Bergwelt als einen sogenannten „transzendentalen Erfahrungsraum“, als einen Ort also, der über das Alltägliche hinaus auf eine Dimension hinweist, der wir unser Leben eigentlich erst zu verdanken haben, die der Grund all dessen ist, was ist. Ein Gefühl von erfüllter Geborgenheit keimt auf. Ich denke, das spüren viele Menschen, die in den Bergen unterwegs sind, ohne diese Wirklichkeit genau benennen zu können. Und sie suchen nach Möglichkeiten, sie für sich besser beschreiben zu lernen.

In dieser besonderen Atmosphäre der Bergwelt, in der sich dem Menschen fast selbstverständlich die Frage nach dem Sinn seines Lebens aufdrängt, sehe ich den Grund dafür, dass Bergexerzitien offensichtlich so attraktiv sind. Mit den Angeboten jedenfalls, die ich mit meinem Augsburger Kollegen Knut Waldau durchführe, können wir die Nachfrage bei weitem nicht abdecken.

Exerzitien in den Bergen

Exerzitien dienen der Auseinandersetzung mit der eigenen Lebenswirklichkeit und in diesem Zusammenhang der Vertiefung des geistlichen Lebens. Die Atmosphäre der Bergwelt ist nun in besonderer Weise hilfreich, möglichst schnell auf die aktuell wesentlichen Fragestellungen des persönlichen Lebens zurückgeworfen zu werden. Sie bietet Raum für Erfahrungen der Einsamkeit und Stille, die Elemente eines geistlichen Weges sind. Das tägliche Unterwegssein, das Steigen und lange Gehen, das Erleben von Höhe und Tiefe, Enge und Weite, Überschreiten von Pässen und Erreichen eines Endpunktes am Gipfel unterstützen diesen Prozess: Dieses „äußere“ Unterwegssein führt meist zwangsläufig zu einem „inneren“ Unterwegssein“ zu den Quellen des je eigenen Lebens.

In Gesprächen, Meditationen und im Gottesdienst werden persönliche Erfahrungen aufgegriffen und auf den Sinn unseres menschlichen Lebens hin verdichtet: die heilbringende Gegenwart und Kraft Gottes.

Berg und Spiritualität – DJK

Die DJK hat den „ganzen“ Menschen in seiner Leib-Seele-Geist – Einheit im Blick. Fragen des Menschen, die er zu seiner Lebenssituation stellt, können ihr nicht gleichgültig sein. Das offene Ohr eines Übungsleiters oder Vereinsfunktionärs, des Geistlichen Beirats ist gefragt. Und es macht Sinn, wenn ein DJK-Verein nach Angeboten fragt, in denen solche Menschheitsfragen gestellt und nach Antworten gesucht wird. Es müssen ja nicht gleich mehrtägige Exerzitien sein, Wanderungen mit geistlichen Impulsen wie Bibelstellen, Aussagen von Schriftstellern und Gesprächen darüber sind auch schon sehr sinnvolle Unternehmungen. Vielleicht kann auch der Geistliche Beirat des Vereins oder ein anderer Seelsorger der örtlichen Kirchengemeinde dazu ermutigt werden, mitzuarbeiten.

Gipfel Weißspitze

Die Teilnehmer
2003 auf dem
Gipfel der Weiß-
spitze bei ihrem fünftägigen Weg durch die Groß-
venedigergruppe
über dem Virgental
– alle Anstrengun-
gen hinter sich, ein Höhepunkt.


 

Blicke in die Tiefe unserer Existenz gehören zum Exerzitienprozess dazu. Nicht immer sind sie so lichtvoll und
so mancher, ungern gesehener Ab-
grund tut sich auf. Die Gewissheit,
dass es ein barmherziger Gott ist,
der uns liebevoll anschaut, hilft viel-
leicht, selber barmherziger mit sich
und anderen umzugehen. So kann
sich der Blick weiten, und es kön-
nen sich neue Lebensräume auftun
.


 

 Übergänge wie eine Scharte sind offen-
sichtliche Sinnbilder für Übertritte von einem Lebensab-
schnitt in einen an-
deren in unserem Leben.

Nach einem Höhepunkt,
einem Gipfelerlebnis in
unserem Leben, auf dem
man meint, alle irdischen
Einschränkungen hinter sich gelassen zu haben, führt der Weg doch immer wieder
hinab, zurück in unseren
Alltag. Auf dem Weg hat
sich aber vielleicht doch
etwas in uns verändert.

Bilder: Jürgen Blöchinger

 

Veröffentlichungen

Katholische Landesarbeitsgemeinschaft "Kirche und Sport" in Bayern (Hrg.), Besinnung und Bewegung. Materialsammlung für Kirche und Sport, München / Augsburg 2002 (Bezug über kath. AK Kirche und Sport Bayern)

Waldau, Knut - Betz, Helmut - Krauß, Ulrich, Abenteuer Firmung. Firmvorbereitung mit Sport, Spiel und Erlebnispädagogik, München 2006 (Kösel-Verlag)

Betz, Helmut - Waldau, Knut, Der Erde nah, dem Himmel entgegen. Ein Pilgerführer für die Alpen, München 2009 (Kösel-Verlag)

Waldau, Knut - Betz, Helmut, Berge sind stille Meister. Spirituelle Begleitung auf dem Weg durchs Gebirge, München 2013 (Kösel-Verlag)

 

Informationen

Materialien zu "Fußball":

www.kirche-am-ball.de

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